Reden & Zitate

Lesen Sie hier Reden, Zitate und Statements von Personen aus Politik und Gesellschaft zu den Themen Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt, Freiwilligenarbeit und Zivilgesellschaft. Die bei den Urhebern genannte Position bezieht sich auf den Zeitpunkt des Zitats. Einzelne Reden sind auch im pdf-Format verfügbar (Größenangaben nur bei Dateien über 1 MB).

Ilse Aigner

Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(2008-2013)

Aus der Rede zur Eröffnung des 23. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft", 17.8.2010
"Mit dem Wettbewerb zeichnen wir nicht nur Dörfer aus, sondern auch die engagierten Menschen, die dort leben. Bürgerinnen und Bürger die über den eigenen Tellerrand schauen und Verantwortung übernehmen – beispielsweise in Vereinen, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder im Ehrenamt. Denn ehrenamtliches Engagement ist für das Leben in unseren Dörfern von unschätzbarem Wert."

Dr. Günther Beckstein

Bayerischer Ministerpräsident
(2007-2008)

Aus der Rede beim Tag des Ehrenamts im Handwerk, Bayreuth, 28.7.2008
"Bürgerschaftliches Engagement ist bei uns in Bayern größer als anderswo. Mehr als ein Drittel der Menschen in Bayern sind freiwillig tätig. Dieses enorme Potenzial könnte der Staat nie und nimmer ausgleichen. Ehrenamtliches Engagement gehört zum Rückgrat unserer Gesellschaft. Es sorgt für Zusammenhalt und Heimatbewusstsein. Es ermöglicht eine breite Vereins-, Verbands- und Innungsstruktur. Dadurch werden viele Bürgerinnen und Bürger erreicht, angesprochen und eingebunden in ein gesamtgesellschaftliches Wirken. Ehrenamt ist Eigeninitiative und Eigenverantwortung. Das sind wesensverwandte Tugenden zum Handwerk.
Die Ehrenamtlichen beweisen immer wieder: Nicht die Ellenbogen sind unser wichtigster Körperteil, sondern Herz und Verstand! Sie alle wissen, dass es eine große Freude ist, wenn man den Erfolg seiner Bemühungen sieht. Das Wissen, etwas Gutes, etwas Wichtiges geleistet zu haben - das ist die Hauptmotivation für freiwilliges Tun. Das kann man durch Geld nicht aufwiegen. Ehrenamtlich Tätige ziehen ihren Lohn aus der Aufgabe selbst und aus dem gemeinschaftlichen Engagement für andere. Vor diesem unentgeltlichen Bemühen muss die Gesellschaft ihren Hut ziehen. Wir, die Menschen in diesem Land, sind dankbar, dass es noch so viel Bürgersinn gibt."

Aus der Rede zur Eröffnungsveranstaltung der Initiative "Stifterland Bayern" , München, 27.3.2008
"Der Freistaat Bayern ist mit seinen knapp 3.000 Stiftungen eines der reichsten Stiftungsländer Deutschlands. Hinzu kommen noch einige tausend kirchliche Stiftungen unter kirchlicher Aufsicht, die ebenfalls gemeinnützig sind. Alleine im vergangenen Jahr sind in Bayern 222 neue Stiftungen als rechtsfähig anerkannt worden. Das sind 40 Prozent mehr als im Jahr davor. Wir dürfen zu Recht von einem wahren Stiftungsboom sprechen.
Bürgerschaftliches Engagement ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Mehr als ein Drittel der Menschen in Bayern sind freiwillig tätig. Ob durch Stiftungen oder in Vereinen und Verbänden, ob im wissenschaftlichen, sozialen, künstlerischen, kulturellen oder sportlichen Bereich, ob im Bereich der Bildung oder in der Natur- und Heimatpflege - unser Land lebt von diesem freiwilligen Einsatz und der Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Gerade die steigende Zahl der Bürgerstiftungen belegt das eindrucksvoll. Seit der Gründung der ersten deutschen Bürgerstiftungen 1996 in Gütersloh gibt es in Deutschland mittlerweile rund 10.000 Stifterinnen und Stifter, die sich mit ihrem Stiftungskapital in mehr als 150 Bürgerstiftungen vor Ort einbringen. Damit ist die Gruppe der Stifter in Bürgerstiftungen eine der größten Stiftergruppen überhaupt. Neben dem monetären Kapital kommt ein ideelles dazu. Die Stifterinnen und Stifter leisten jährlich rund 200.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden in den Stiftungen zum Wohl der Allgemeinheit.
In Bayern gibt es rund 25 Bürgerstiftungen. Hier wird Bürgersinn und bürgerschaftliches Engagement lebendig. Ich wünsche mir, dass diese Beispiele in unserem Land noch viele Nachahmer finden. Es kommt auf jede und auf jeden an! Unter dieses Leitmotiv habe ich auch meine Regierungserklärung gestellt, denn ich bin überzeugt: Wir alle tragen Verantwortung für die Gestaltung unserer Gesellschaft."

Aus der Regierungserklärung, Bayerischer Landtag, 15.11.2007
"Gemeinsam für Bayerns Zukunft heißt: Die Bürger aktiv am Gemeinwesen beteiligen. Wir wollen, dass sich möglichst viele Bürger mit ihren Ideen, ihrer Kreativität und ihrem Können in unser Gemeinwesen einbringen. Viele Bereiche unserer Gesellschaft sind ohne das Mitwirken unserer Bürgerinnen und Bürger gar nicht denkbar. Das gilt insbesondere für das kulturelle und soziale Gesicht Bayerns."
"Gemeinsam für Bayerns Zukunft heißt: Die Bürger am politischen Prozess beteiligen. Vielfach wird Politikverdrossenheit und eine Teilung der Gesellschaft in "die da oben" und "die da unten" beklagt. Deshalb möchte ich Bürger am politischen Entscheidungsprozess beteiligen. Ich werde daher ein Bürgergutachten auf den Weg bringen, damit die Meinung der Bürger genauso in politische Entscheidungen über Zukunftsfragen Bayerns einfließen kann wie die Meinung von Politikern, Wissenschaftlern und anderen Experten."

Dr. h.c. Joachim Gauck

Bundespräsident
(2012-2017)

Anläßlich der Verleihung von Verdienstorden an junge ehrenamtlich Engagierte, Berlin, 5.6.2015
"Und ich danke Ihnen allen, die Sie sich schon in jungen Jahren engagieren, im Namen unseres Landes von ganzem Herzen. Uns ist bewusst, dass Sie unsere Gesellschaft bereichern, weil Sie den Zusammenhalt stärken und weil Sie Zukunft mitgestalten. So machen Sie sich verdient um unser Land! Deshalb erhalten Sie diese Auszeichnung. Und ganz nebenbei widerlegen Sie das hartnäckige Vorurteil mancher Älterer, dass früher alles besser gewesen sei und dass 'die Jugend von heute', wenn überhaupt, nur an sich selbst denke."

Zum Neujahrsempfang zu Ehren engagierter Bürgerinnen und Bürger, 9.1.2014
"Ohne engagierte Menschen wie Sie, die diesen Blick für den anderen haben, diese Tatkraft, ohne diese Menschen würde unser Land kulturell veröden. Mit Kultur meine ich dabei nicht nur Musik oder Theater. Es gibt auch eine Kultur des menschlichen Miteinanders. Ein Land, in dem diese Kultur nicht mehr gepflegt wird, wünsche ich mir nicht."
"... wir brauchen in Zukunft noch mehr Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren. Jeder Staat kommt auf diesem oder jenem Gebiet einmal an seine Leistungsgrenze. Und da ist es dann wichtig, dass wir trotzdem eine humane Gesellschaft bleiben, dass wir die Humanität als Leitmotiv des gesellschaftlichen Zusammenlebens weiterentwickeln."

Aus der Weihnachtsansprache 2013, 25.12.2013
"Ich bin im letzten Jahr an vielen Orten auf das größte Geschenk gestoßen, das unser Land sich selbst gemacht hat – die Ehrenamtlichen. Sie helfen in beeindruckender Weise bei Naturkatastrophen wie der großen Flut in diesem Sommer. Sie lindern Armut und verhindern Ausgrenzung. Sie kümmern sich um kulturelle Werte, fördern den Breiten- und Behindertensport, verteidigen Menschen- und Bürgerrechte, helfen Menschen, besser zu leben oder begleitet zu sterben. Sie sind das große Geschenk für Deutschland. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie unser Land so lebenswert machen."

Aus der Rede bei der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an 33 Bürgerinnen zum Weltfrauentag im Schloss, Berlin, 7.3.2013
"Leben und Geben – diese Haltung ist nicht geschlechterspezifisch, aber sie wird noch unterschiedlich honoriert. Männer werden deutlich öfter und lauter gelobt für ihren ehrenamtlichen Einsatz als Frauen. Wir haben festgestellt, dass auch bei uns im Präsidialamt die Statistik in Bezug auf dieses Problem noch ausbaufähig ist. Ich verspreche Ihnen, dafür zu sorgen.
Dabei engagieren sich Frauen – abgesehen von den Jahren, in denen die eigenen Kinder klein sind fast genauso oft ehrenamtlich wie Männer. Aber sie tun es in anderen Feldern und auf andere Weise, deshalb werden sie in ihrem Tun häufig übersehen. Frauen widmen sich meist dem sozialen Zusammenhalt, sie helfen, betreuen, beraten, oft im Hintergrund. Männer dagegen üben regelmäßig Ehrenämter aus, die mit Entscheidungs- und Leitungsfunktionen verbunden sind. Sie repräsentieren und führen. Und viele haben im Privatleben eine Frau an ihrer Seite, die dafür die Freiräume schafft. Die Rollenerwartungen und Rollenzuschreibungen, die wir seit Jahrzehnten im Verhältnis der Geschlechter kontrovers diskutieren, prägen auch das gesellschaftliche Engagement und unsere Anerkennungskultur. So kommt es, dass Staatskanzleien in den Ländern sagen: Auszeichnungswürdige Männer kennen wir in jeder Gemeinde. Aber von engagierten Frauen fehlen in unseren Akten leider die Namen und Adressen! Ich erwähne dies, weil wir ja die meisten Vorschläge für Orden aus den Staatskanzleien der Länder erhalten."

Aus der Rede bei der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zum Tag des Ehrenamts, Berlin, 3.12.2012
"Wer Zeit gibt, wer Zuwendung gibt, wer seine Erfahrungen und Talente mit anderen teilt, wer anderen hilft, auf eigenen Beinen zu stehen, der bekommt meist ganz direkt etwas zurück. Daran zu erinnern, dazu zu ermutigen, ist eine Aufgabe, die nicht nur für mich wichtig ist – auch für mich, deshalb tue ich Dinge wie heute – sondern vor allem für die ganze Gesellschaft. Wir tun nichts, was uns kaputt macht – wir tun in unseren Ehrenämtern etwas, was uns glücklich macht. Uns allen aber sollte daran gelegen sein, dass Ihr Engagement nicht nur als Privatangelegenheit angesehen wird. Deshalb eben mein Verweis auf die Vorbildrolle. Unsere Gesellschaft braucht das Ehrenamt – sie lebt auch vom Ehrenamt. Die Bürgergesellschaft sagt uns: Ja, wir leben in einer lebendigen und zukunftsfähigen Demokratie. Was engagierte Bürgerinnen und Bürger einbringen, freiwillig einbringen, das ist kein nettes Plus, es ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Bürgerkultur.
Die alten Gegensätze – hier der Staat, dort die Zivilgesellschaft, hier die Hauptamtlichen, dort die Ehrenamtlichen – sie führen uns nicht weiter. Was wir brauchen, ist eine bessere Verzahnung von öffentlicher Hand und freiwilliger Tat. Manchmal helfen schon eine Teilzeitstelle und ein Telefon, um die große Bereitschaft zur Hilfe sinnvoll zu strukturieren und mit einer kleinen Struktur zu stützen.
Bürgersinn selbst kann – und darf – kein Staat verordnen. Er kann ihn aber fördern – und sollte deshalb kluge Rahmenbedingungen schaffen, die Ihnen ermöglichen, Ihr segensreiches Tun noch weiter zu entwickeln."

Aus der Rede beim Antrittsbesuch in Baden-Württemberg, Stuttgart, 19.4.2012
"Auch zur ehrenamtlichen Kommunalpolitik oder gar zu den Abgeordneten der Parlamente auf Landes- und Bundesebene ist es für viele unserer Landsleute oft ein ziemlich weiter Weg. Viele versuchen ihn auch gar nicht.
Ich wünsche mir, dass Menschen, die sich für unsere Gesellschaft engagieren, in den Institutionen der demokratischen Politik eben kein fernes Gegenüber und erst recht keinen Gegner sehen. Ich wünsche mir, dass wir alle als Bürgerinnen und Bürger wieder mehr in Beziehung treten zu denen, die in den Wahlkreisen in unserem Auftrag handeln. Fragen wir uns alle als Bürger doch immer wieder einmal: Wer ist es eigentlich, der mich vertritt in den Versammlungen unseres Gemeinwesens, von der Gemeinde bis hin zum Bund? Bin ich zufrieden mit ihrer oder seiner Arbeit? Was kann ich ihm mitgeben? Und: Könnte ich es vielleicht besser machen? Könnte ich vielleicht selbst Verantwortung übernehmen? Wäre ich bereit, selbst tätig zu werden, zum Beispiel in der ehrenamtlichen Kommunalpolitik?
Was für ein Gewinn, wenn immer mehr Bürger unseres Landes sich diesen Fragen stellen würden."

Aus der Rede nach der Vereidigung zum Bundespräsidenten, Berlin, 23.3.2012
"Ihr seid nicht nur Konsumenten. Ihr seid Bürger, das heißt Gestalter, Mitgestalter. Wem Teilhabe möglich ist und wer ohne Not auf sie verzichtet, der vergibt eine der schönsten und größten Möglichkeiten des menschlichen Daseins: Verantwortung zu leben."

Alois Glück

Präsident des Bayerischen Landtags
(2003-2008)

Aus der Rede zur Verleihung des Bürgerkulturpreises des Bayerischen Landtags, 7.12.2007
"Mit Blick auf die demografische Entwicklung und die damit verbundenen gesellschaftlichen bzw. gesellschaftspolitischen Herausforderungen ist es notwendig, neue Formen der Nachbarschaftshilfe und des bürgerschaftlichen Engagements aufzubauen."

Rede im Rahmen einer Fachtagung der Konrad-Adenauer-Stiftung, 23.11.2001 Gemeinschaftsaufgabe Bürgergesellschaft - Plädoyer für Verantwortung und Subsidiarität

Dr. Michael Griesbeck

Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

Statement zum "Tag der Integration", Nürnberger Rathaus, 24.9.2006
Bürgerschaftliches Engagement - ein Motor für die Integration von Zuwanderern

Josef Hecken

Staatssekretär im Bundesfamilienministerium
(2009-2012)

Anlässlich der Auszeichnung von Freiwilligenagenturen mit dem bagfa-Qualitätssiegel durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 18.2.2010
"Bereits ein Drittel aller Deutschen engagiert sich ehrenamtlich, ein weiteres Drittel möchte sich engagieren. Moderne Freiwilligenagenturen müssen kompetente Anlaufstellen mit passgenauen Angeboten sein für alle, die sich engagieren möchten."
"Wir brauchen einfache Zugangswege ins bürgerschaftliche Engagement, verlässliche Ansprechpartner, innovative Ideen und gute Strukturen, damit wir auch die Menschen erreichen, die wir bislang nicht erreichen konnten. Freiwilligenagenturen mit dem Siegel haben dies erkannt."

Prof. Dr. Wolfgang Huber

ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland

Aus der Rede bei der Auftaktveranstaltung der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements, Berlin, 24.9.2012
"Beim bürgerschaftlichen Engagement aber geht es um eine Verantwortung, die über den Katalog staatsbürgerlicher Pflichten, über die beruflichen Aufgaben oder die familiäre Fürsorge hinausgeht. Die Bereitschaft zu solcher Verantwortung setzt ein Gefühl dafür voraus, dass unser Leben sich nicht in der Staatsangehörigkeit, der Berufsausübung und der Familienbindung erschöpft; es enthält vielmehr ein überschießendes Element der Freiheit, das sich in einer bewusst übernommenen Verantwortung Ausdruck verschafft.
Eine Freiheit, die sich in bewusst übernommener Verantwortung zeigt, ist freilich etwas anderes als die zu jedweder Beliebigkeit legitimierende individualistische Freiheit. Wer jede Verantwortung für andere als Einschränkung der eigenen Freiheit ansieht, wird nur schwer einen Zugang zu dem Gedanken finden, dass Freiheit sich gerade in der Bereitschaft zeigt, für einen größeren Lebenszusammenhang Verantwortung zu übernehmen. Wer dagegen davon überzeugt ist, dass menschliches Leben im gelingenden Miteinander mit anderen zur Erfüllung kommt, dass Freiheit und Solidarität sich nicht wechselseitig hemmen, sondern einander zur Entfaltung helfen, der wird in der Verantwortung für gemeinsames Leben einen Ausdruck der Freiheit sehen."

Prof. Beate Jessel

Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz

Beim Dialogforum "Ehrenamt und Naturschutz" im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit, Bonn, 18.2.2011
"Ohne die Unterstützung von Freiwilligen wäre der Naturschutz in Deutschland weniger leistungsfähig. Es gäbe keine Roten Listen gefährdeter Arten und kein bundesweites Vogelmonitoring. Unser Wissen über Verbreitung und Bestandsentwicklung von Arten wäre nur spärlich. Ehrenamtlich erhobene Daten bilden die Basis für effiziente Naturschutzmaßnahmen - und zwingen Behörden und Politik dazu, sich mit aktuellen Entwicklungen der biologischen Vielfalt auseinander zu setzen. Gerade in Zeiten knapper Finanzen muss aber auch darauf geachtet werden, dass aufgrund knapper Ressourcen nicht zunehmend staatliche Aufgaben ins Ehrenamt abgeschoben werden."

Horst Köhler

Bundespräsident
(2004-2010)

Aus der Berliner Rede, 17.6.2008
"Denn die Bürgergesellschaft schafft auf vielfältige Weise Zusammenhalt, wie ihn Staat und Verwaltung nie und nimmer organisieren können. Das zeigen so eindrucksvolle Beispiele wie das 'Cadolzburger Modell' und die 'Videogruppe SFA'. In Cadolzburg helfen Senioren jungen Schülern, oft mit Migrationsgeschichte, die ihren Hauptschulabschluss zu verpassen drohen. Sie bilden Tandems mit den jungen Leuten, treffen sich wöchentlich mit ihnen, hören sich Sorgen an, geben Rat und sind einfach da. Inzwischen sind 250 Coaches an 20 Schulen in Mittelfranken im Einsatz. Sie erreichen, worum sich die Lehrerschaft und das Jugendamt oft vergeblich bemühen: Die Jugendlichen fassen Vertrauen, entwickeln Selbstbewusstsein, und dann geht es auch in der Schule wieder viel besser."
"Noch bessere Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und gutes Miteinander könnten auch die Städte und Gemeinden bieten - vorausgesetzt, sie bekommen die nötigen Entscheidungsspielräume und Gelder dafür. Wir brauchen viele attraktive Orte und Institutionen, vom Jugendfreizeitzentrum bis zum öffentlichen Sportplatz, an denen Menschen aus unterschiedlichen Milieus und mit unterschiedlichen Erfahrungen gern zusammenkommen. Wir sollten dazu gezielt auch und gerade diejenigen ermutigen, die abseits stehen - sei es, weil sie sich ausgeschlossen fühlen, zum Beispiel weil sie derzeit keine Arbeit haben; sei es, weil sie sich womöglich zu fein dafür geworden sind."
"Schließlich: Es sollte viel mehr Jubel und Anerkennung geben - vom Blumenstrauß in der Gemeinderatssitzung bis zum Ehrenplatz bei einer Aufführung des Stadttheaters - Jubel und Anerkennung für alle, die sich engagieren und etwas auf die Beine bringen, was dem guten Miteinander dient. Das alles stärkt unsere Bürgergesellschaft und hilft dadurch mit, unsere Vielfalt zu verbinden zu einem guten Ganzen.
Und darum gehört auch die Vitalisierung unserer Demokratie, der Sozialen Marktwirtschaft und der Bürgergesellschaft auf die Agenda 2020." Berliner Rede 2008

Ansprache zur Auftaktveranstaltung der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements, Berlin, 15.9.2006

Ansprache zur Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Berlin, 4.10.2004

Aus der Antrittsrede, Deutscher Bundestag, 1.7.2004: "Wir können in Deutschland vieles möglich machen"
"Auch im sozialen Bereich brauchen wir noch Ideen, Ideen wie die der Berliner Stadtmission. Diese hat vor fünf Jahren gemeinsam mit privaten Spendern und Firmen das 'Zentrum Lehrter Straße' gegründet. Eine Anlaufstation für Wohnungslose und Strafgefangene ist dort entstanden, ein Jugendgästehaus und gesellschaftliches Forum zugleich. Ohne auf den Staat zu warten, haben sich hier Bürger zusammengeschlossen, um anderen Bürgern in Not tatkräftig zu helfen. Sie waren mutig, kreativ, risikobereit. Sie haben nicht gewartet. Solche Beispiele gibt es noch mehr in Deutschland und wir brauchen auch noch mehr. Auch das sind Ideen 'Made in Germany' auch das lässt mich hoffen und macht mich zuversichtlich."

Jutta Limbach

Präsidentin von Goetheinstitut / Inter Nationes
(2002-2008)

Aus "Die Demokratie und ihre Bürger", C.H. Beck 2003
"Demokratie ist auf allen Ebenen beschwerlich, auf der staatlichen wie auf der gesellschaftlichen. Wir sind erst dabei, eine bürgerschaftliche Tradition zu begründen. Die Aufgabe, eine Kultur von Bürgersinn und Bürgerinitiative zu fördern, lässt sich gut mit dem Auftrag der Bundes- und Landeszentralen für politische Bildung verbinden. Auch die privaten wie politischen Stiftungen machen es sich mehr und mehr zur Pflicht, tatwillige Bürger und Bürgerinnen über Möglichkeiten und Formen eines von ihnen geplanten gesellschaftlichen Engagements zu informieren. Eine Fibel über Wege, Instrumente, Ausdrucks- und Assoziationsformen dürfte der Einstieg sein. Freiwilligenagenturen, die Menschen Angebote machen, die sich engagieren wollen, leisten bereits wertvolle Hilfe. Wahrscheinlich wird es bald das Berufsbild eines Beraters für Bürgerinitiativen geben."
 

Caren Marks

Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Bundesverband Deutsche Tafeln e.V., 3. 11.2015
"Ich finde es bemerkenswert, dass sich hier auch viele junge Leute engagieren. Der jungen Generation ist es nicht egal, was in unserer Gesellschaft passiert."
 

Dr. Angela Merkel

Bundeskanzlerin, Parteivorsitzende der CDU

Aus der Neujahrsansprache 2016, 31. 12.2015
"Am Silvesterabend vor einem Jahr habe ich gesagt: Eine Folge dieser Kriege und Krisen ist, dass es weltweit so viele Flüchtlinge gibt wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele sind buchstäblich dem Tod entronnen. Es ist selbstverständlich, dass wir ihnen helfen und Menschen aufnehmen, die bei uns Zuflucht suchen.
Heute Abend wiederhole ich diesen Gedanken, weil es selten ein Jahr gegeben hat, in dem wir so sehr herausgefordert waren, Worten Taten folgen zu lassen. 2015 war so ein Jahr. Und deshalb möchte ich am heutigen Silvesterabend vor allem ein Wort sagen: Danke. Danke für die überwältigende und tatsächlich bewegende Welle spontaner Hilfsbereitschaft, die wir in diesem Jahr erlebt haben, als so viele Menschen oft lebensgefährliche Wege auf sich genommen haben, um bei uns Zuflucht zu suchen. Ich danke den unzähligen freiwilligen Helfern für ihre Herzenswärme und ihre Einsatzbereitschaft, die immer mit diesem Jahr 2015 verbunden sein werden. Ich danke allen hauptamtlichen Helfern, ich danke allen Polizisten und Soldaten für ihren Dienst, ich danke den Mitarbeitern der Behörden im Bund, in den Ländern, in den Kommunen. Sie alle tun weit, weit mehr als das, was ihre Pflicht ist. Sie alle, Ehrenamtliche wie Hauptamtliche, haben miteinander Herausragendes geleistet und sie leisten es weiter, auch genau zu dieser Stunde."

Aus der Rede anlässlich des Empfangs für Ehrenamtliche "Gemeinsam geht's - Menschen helfen Menschen", 5.4.2011
„Ehrenamt erfordert natürlich Vieles. Wenn man in einer Sonntagsrede darüber spricht, kann man sagen, dass das ein schönes Engagement für andere ist. Das Ehrenamt erfordert aber auch Ausdauer, es erfordert Verlässlichkeit. (...) Es bedarf einiger Netzwerke und es bedarf bestimmter Strukturen. Gerade die Netzwerke haben sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Deswegen muss Ehrenamt im 21. Jahrhundert auch darauf eingehen. Es ist eben so, dass Netzwerke, die es früher gab – die Großfamilien zum Beispiel –, oft nicht mehr existieren. (...) Nun ist es bei aller Freiwilligkeit aber natürlich so, dass wir uns als Staat nicht zurückziehen können. Man kann eine Atmosphäre schaffen, in der Ehrenamt Spaß macht, man kann aber auch eine Atmosphäre schaffen, in der sich diejenigen, die ehrenamtlich tätig sind, ausgenutzt fühlen. Die Gratwanderung dazwischen ist sehr, sehr schmal. Deshalb ist es ganz wichtig, dass wir Expertise sammeln und dass wir mit Ihnen immer wieder ins Gespräch kommen. Denn nach meiner festen Überzeugung kann unsere Gesellschaft, in der die Soziale Marktwirtschaft die tragende Säule ist, nicht funktionieren, ohne dass Ehrenamt und Professionalität Hand in Hand gehen.“
„Wir müssen uns aber immer wieder vor Augen halten: Wenn wir alles professionalisieren müssten, wäre unsere Gesellschaft sehr viel schlechter dran. Deshalb sind wir auch immer wieder auf das Zusammenwirken von Arbeitgebern, von Kommunen und von Freiwilligen angewiesen. Wenn der ökonomische Druck der einzige Faktor wäre, der in einer globalisierten Welt zählt, dann würde Rationalisierung dazu führen, dass wir all diese Arten von Engagement nicht mehr hätten. Deshalb ist eine der ganz großen Herausforderungen, vor denen die Politik steht, das rechte Maß zu finden. Dabei geht es natürlich auch darum, mithalten zu können. Wir können den Arbeitgebern nicht auf der einen Seite sagen, dass es uns nicht interessiert, unter welchem Wettbewerbsdruck sie stehen, und sie auf der anderen Seite ermutigen, dafür zu sorgen, dass das, was unsere Gesellschaft so lebenswert macht, auch weiter gelebt werden kann.“
„Einige haben sich – das ist auch heute in der Diskussion deutlich geworden – mehr Unterstützung und Beratung für ihr Ehrenamt gewünscht, zum Beispiel vonseiten der Freiwilligenagenturen. Ich glaube, dass wir noch viel mehr Menschen gewinnen könnten, wenn es mehr Beratung, mehr Unterstützung gäbe. Deshalb darf der Staat nicht denken, dass das Ehrenamt schon von alleine funktioniert, sondern der Staat sollte durchaus immer wieder Anlaufstellen bereithalten – egal auf welcher Ebene; auf Bundesebene, Länderebene, kommunaler Ebene –, in denen sich jemand, der etwas tun möchte, auch aufgehoben fühlt.“
„Sie, die Sie hier sitzen, sind neben den Millionen anderen, die sich ehrenamtlich engagieren, natürlich die besten Werbeträger – sozusagen Botschafter des Ehrenamts. Ihnen von Zeit zu Zeit Gehör zu verschaffen – im Internet, in der Regionalpresse, in der bundesweiten Presse –, halte ich für ganz wichtig.“

Aus dem Video-Podcast # 13/11 vom 2.4.2011 anlässlich des Empfangs "Gemeinsam geht's - Menschen helfen Menschen"
"Am nächsten Dienstag erwarte ich im Bundeskanzleramt 200 Gäste, auf die ich mich sehr freue. Sie sind bei uns stellvertretend für die Millionen Menschen in unserem Lande, die sich ehrenamtlich engagieren, zu Gast. Ich möchte mit meiner Einladung ganz bewusst ein Zeichen setzen. Denn diejenigen, die in unserem Lande ehrenamtlich tätig sind – sie fördern eine Haltung zu unserer Gesellschaft, die Toleranz ausdrückt, die für Respekt wirbt und die zeigt, dass es Spaß macht, sich für andere einzusetzen.
Durch ehrenamtlich Tätige – sei es in der Politik, in der Gesellschaft, im Sport, im sozialen Bereich –, durch diese Tätigkeit wird unsere Gesellschaft reicher. Und es wird etwas geleistet, was der Staat alleine nicht leisten kann. Es ist also ein Engagement für andere – oft für diejenigen, die Hilfe, Unterstützung brauchen, oft für junge Menschen und Kinder, oft für ältere und diejenigen, die schon viel für unser Land geleistet haben.
Aber ehrenamtliche Tätigkeit ist auch eine Bereicherung für diejenigen, die diese Tätigkeit ausüben. Denn oft kann man Eigenschaften, Erfahrungen und Talente einbringen, die im Berufsleben nicht so zur Geltung kommen. Und man bereitet nicht nur anderen eine Freude, sondern sich selbst auch – weil man neben der beruflichenTätigkeit Erfolge sieht, die sonst nicht stattfinden würden. Die Bundesregierung möchte das Ehrenamt fördern, indem wir eine entsprechende gesetzliche Grundlage für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt schaffen."

Aus der Rede anlässlich der Delegiertenversammlung des 28. Deutschen Feuerwehrtages, Leipzig, 11.6.2010
"Es reicht nicht, wenn man sich immer nur der Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeiten erst dann bewusst wird, wenn sie einmal nicht mehr da sind. Nur eine Kultur des Gemeinsinns und der verantworteten Freiheit hält eine Gesellschaft lebendig."

Emilia Müller

Bayerische Sozialministerin

"Die Förderung des Ehrenamts liegt mir am Herzen!": Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, 20.10.2013
"Persönliches Engagement und Solidarität für die Gemeinschaft sind wesentliche Grundpfeiler unserer Gesellschaft. 3,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Bayern engagieren sich ehrenamtlich! Ohne den zuverlässigen und herausragenden Einsatz der Ehrenamtlichen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens wäre Bayern nicht denkbar. Mein Dank gilt allen Ehrenamtlichen."
"Ich freue mich sehr, dass Bayerns Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit entschieden hat, dass die Förderung des Ehrenamtes als neues Staatsziel in der Bayerischen Verfassung verankert werden soll. Dies ist ein klares Signal und ein Handlungsauftrag für die Gemeinden und den Freistaat Bayern das Ehrenamt weiterhin kraftvoll zu unterstützen. Das Ehrenamt liegt mir sehr am Herzen, seine Förderung wird ein wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeit. Mein Ziel ist, die Struktur im Bereich des Bürgerschaftlichen Engagements weiter auszubauen und die öffentliche Anerkennung für das Ehrenamt noch mehr zu stärken."

Ingrid Pahlmann

Stellvertretende Vorsitzende des Unterausschusses "Bürgerschaftliches Engagement"

Aus einem Interview zum Tag des Ehrenamts am 5. 12.2015

Antwort zu Flüchtlingshilfe und freiwilligem Engagement: "Ich finde, es sagt eine Menge über die Güte, den Zustand und die Struktur einer Gesellschaft aus, wenn es möglich ist, dass in besonderen Situationen auch ohne staatlichen Anschub die Zivilgesellschaft so agiert, wie es derzeit der Fall ist. Das ist ein deutliches Zeichen, dass der Staat funktioniert. Es wurde offenbar in der Vergangenheit vieles richtig gemacht, sonst wäre so ein Engagement in der Bevölkerung nicht möglich."

 

 

Ulla Schmidt

Bundesministerin für Gesundheit
(2001-2009)

Bei der Vorstellung des bundesweiten AWO-Pilotprojekts "Pflege und Betreuung Demenzkranker in der stationären Altenhilfe", Berlin, 17.9.2009
"Wir müssen es schaffen, möglichst viele gesellschaftlichen Kräfte zu mobilisieren. Dazu gehören die Menschen, die sich in der Pflege freiwillig engagieren wollen. Denen, die es heute schon tun, möchte ich ausdrücklich für ihren Einsatz danken. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement - Menschen für Menschen - , helfen sie, wo Hilfe nötig ist, entlasten Angehörige und professionelle Pflegekräfte, verbreiten bei den Pflegebedürftigen oft einfach nur Freude, hören zu. Ehrenamtliche Mitarbeiter in der Pflege sind eine Bereicherung für alle. Die Bundesregierung hat zur Stärkung des Ehrenamtes Maßnahmen ergriffen, in dem z.B. die Fördermittel für niedrig schwellige Pflegeangebote und Betreuungsangebote erhöht worden sind. Mit 50 Millionen Euro wird das bürgerschaftliche Engagement in der Pflege gestärkt. Außerdem sollen in den Pflegestützpunkten ehrenamtliche Helfer eingebunden werden; dies wird im Rahmen der Anschubfinanzierung der Pflegestützpunkte gefördert."

Olaf Scholz

Erster Bürgermeister von Hamburg

Aus der Rede anlässlich der Verleihung der Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes, Hamburg, 29.3.2017
"Damit ehrenamtliches Engagement auch in Zukunft so gut funktionieren kann, sollte noch stärker auf die junge Generation zugegangen werden, um ihre besonderen Fähigkeiten gezielt abzufordern, etwa wenn es darum geht, sich über die sozialen Medien zu organisieren und Netzwerke über städtische oder nationale Grenzen hinweg aufzubauen. (...) Wenn wir sagen, dass Integration vor allem über die Arbeit gelingt, dann sollten wir ergänzen, dass dies die ehrenamtliche Arbeit klar einschließt. Da müssen wir uns überlegen, wie wir noch mehr Brücken bauen können."

Dr. Kristina Schröder

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
(2009-2013)

Anlässlich der Kabinettsbefassung des ersten Engagementberichts der Bundesregierung, Pressemitteilung des BMFSFJ, 22.8.2012
"Bürgerschaftliches Engagement ist kein 'weiches' Thema, sondern gehört zum harten Kern einer zeitgemäßen Gesellschaftspolitik. Eine Kultur der Mitverantwortung kann nur in einem ausgewogenen Miteinander von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gelingen. Deshalb müssen wir einen breit angelegten Diskurs über Bedeutung, Bedingungen und Herausforderungen der Zivilgesellschaft führen."

Gesellschaftliches Engagement stärken - Kabinett beschließt Nationale Engagementstrategie und "Aktionsplan CSR", Pressemitteilung des BMFSFJ, 6.10.2010
"Wir brauchen das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, denn diejenigen, die sich freiwillig engagieren, tragen mit ihrem Einsatz, mit ihrer Kreativität und Eigeninitiative zum Fortschritt und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bei. Ihre Arbeit wirkt in einem Maß solidaritätsstiftend, wie es der Staat nie organisieren könnte. Das verdient unsere ganze Unterstützung und Anerkennung! Ich freue mich daher, dass wir heute die erste Nationale Engagementstrategie in Deutschland vorlegen können. So schaffen wir es, dass in Zukunft alle Akteure und Unterstützer an einem Strang ziehen."
"Der freiwillige Einsatz der Bürgerinnen und Bürger ist eine tragende Säule unseres freiheitlichen und demokratischen Gemeinwesens und wird in Zukunft immer wichtiger werden. Wir müssen neue, innovative Lösungen für die Herausforderungen, mit denen wir zunehmend konfrontiert sind, finden. Oft entstehen solche Lösungen durch das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Die Bundesregierung wird dafür geeignete Foren des Austauschs fördern und im Bundesfamilienministerium eine Anlaufstelle für soziale Innovationen einrichten."

Aus "engagement macht stark", Magazin des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) - Ausgabe 8/2010
"Nur wenn sich Jugendliche und Erwachsene freiwillig engagieren, werden die zukünftigen Herausforderungen, wie zum Beispiel der demografische Wandel, zu bewältigen sein. Umso wichtiger ist es, diejenigen für ihre Arbeit auszuzeichnen, die sich engagieren und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft dadurch erst möglich machen."

Dr. Manuela Schwesig

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
 

Aus der Stellungnahme der Bundesregierung zum Bericht der Sachverständigenkommission für den Zweiten Engagementbericht vor dem Deutschen Bundestag, Berlin, 29.3.2017
"In diesem Jahr hatten wir den Schwerpunkt: Wie wirkt das Ehrenamt vor allem in Bezug auf den demografischen Wandel, aber auch in Bezug auf die lokale Ebene? Wir reden und lesen oft darüber, was unser Land bedroht und spaltet. Die internationalen Entwicklungen machen uns Sorge. Über das Thema Flucht wird in Deutschland sehr kontrovers diskutiert. Wir haben mit Extremismus und Islamismus im Land zu tun, bis hin zu Gewalt. Wir diskutieren über die Gegensätze zwischen armen und reichen Regionen und auch über den demografischen Wandel.
Der Zweite Engagementbericht verschließt vor all diesen Fragen nicht die Augen. Aber er macht vor allem deutlich, wie stark die Kräfte sind, die unser Land zusammenhalten und stärken. Ich glaube, das ist das Entscheidende des Engagementberichts, worauf wir aufbauen sollten. Wir sollten vor allem das in den Fokus rücken, was das Land zusammenhält und stärkt. Das ist das ehrenamtliche Engagement. 80 Prozent des Engagements in Deutschland finden auf lokaler Ebene statt. Damit ist schon die Frage beantwortet, wie sich Engagement lokal auswirkt. Ehrlich gesagt: ohne bürgerschaftliches Engagement kein gesellschaftliches Leben in unseren Dörfern und Städten."

 

Aus der Eröffnungsrede zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements, Berlin, 15.9.2015
"Bürgerschaftliches Engagement ist der Motor, der unsere demokratische Zivilgesellschaft am Laufen hält. Ich finde, die vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich in diesen Tagen ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzen, sind ein beachtlicher Beweis für die Lebendigkeit unserer Demokratie. Engagement macht stark - nicht nur diejenigen, für die etwas getan wird. Es bereichert auch die, die sich einsetzen."

Horst Seehofer

Bayerischer Ministerpräsident

Beim Festakt der Roland-Berger-Stiftung „Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement als Rückgrat der Gesellschaft weiter stärken / Im Jahrzehnt der politischen Erneuerung den Menschen Kraft für die Zukunft geben“, 23.1.2010
"Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Sie spannen ein stabiles Netz über alle gesellschaftlichen Bereiche und verbinden Jung und Alt. Alle, die sich freiwillig engagieren - in Vereinen, Verbänden, caritativ oder in der Jugendarbeit, in Kirchen oder Stiftungen - geben unserer Gesellschaft und unserem Land mit ihrem Tun ein menschliches Gesicht. Deswegen fördert die Staatsregierung das Ehrenamt mit aller Kraft, wie zum Beispiel durch den Aufbau eines Landesnetzwerkes für bürgerschaftliches Engagement."
"Wir brauchen und wir wollen ein Jahrzehnt der politischen Erneuerung in Deutschland. Das ist der feste Entschluss der christlich-liberalen Regierungskoalition ebenso wie der Bayerischen Staatsregierung. Wir werden alles tun, um die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land zu stärken und ihnen Kraft zur Erneuerung zu geben. Denn mit ihrem Vertrauen in die eigenen Stärke, mit ihrer Kreativität, ihrem Anpacken und ihrem Fleiß gestalten sie die positive Zukunft unseres Landes."
"Familie, Bildung und Innovation - das sind die Schwerpunkte der bayerischen Politik für einen neuen Aufbruch. Wir stärken die Familien, denn Familie vermittelt Geborgenheit. Aus der Familie schöpfen wir die Kraft und den Mut für die Gestaltung unserer Zukunft. Wir stärken die Bildung, denn sie schafft Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Wir brauchen Anstrengungsbereitschaft, Bildungsfreude, kreative neue Bildungswege und lebenslanges Lernen. Und wir brauchen Innovation, denn sie schafft Arbeit und soziale Sicherheit."
"Nur wenn viele gesellschaftlichen Kräfte gemeinsam anpacken, werden wir unsere Kinder und Jugendlichen mit ihren Stärken und Fähigkeiten individuell und bestmöglich fördern können."

Zur Erstaushändigung der EhrenamtsCard des Landkreises Cham, Bad Kötzting, 19.6.2009
„Anerkennung für ehrenamtliches Engagement darf nicht allein in Reden und Grußworten beschworen werden. Mit der neuen Ehrenamtscard des Landkreises Cham gibt es jetzt ein Instrument, das über die bloße Danksagung mit Worten hinausgeht. Die Vergünstigungen, die die Ehrenamtscard bietet, sind ein handfestes und spürbares Dankeschön für den unbezahlbaren Einsatz im Ehrenamt. Die rund 250 Empfänger der ersten Ehrenamtscards geben mit ihrem Engagement in Nachbarschaftshilfen, Selbsthilfegruppen, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden, in der Jugendarbeit, in Vereinen oder bei der Feuerwehr ihrem Landkreis ein menschliches Gesicht. Die Ehrenamtscard ist ein starkes Signal, dass den Worten der Wertschätzung auch Taten folgen."

Anlässlich eines Empfangs im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses, 16.2.2009
"Bürgerschaftliches Engagement ist in Bayern größer als anderswo. Mehr als ein Drittel der Menschen in Bayern sind freiwillig tätig. Schätzungen gehen davon aus, dass Ehrenamtliche in Bayern jeden Monat 75 Mio. Stunden für die Allgemeinheit leisten. Dieses enorme Potenzial könnte der Staat nie und nimmer ausgleichen. Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat unserer Gesellschaft.
Ehrenamtliches Engagement spannt ein stabiles Netz über alle gesellschaftlichen Bereiche und verbindet Jung und Alt. Es stärkt die Schwachen und Hilfsbedürftigen und gibt unserer Gesellschaft ein sozialeres und menschlicheres Antlitz. Ehrenamtliches Engagement vor Ort sorgt für Zusammenhalt und Heimatbewusstsein. Ehrenamtliches Engagement ist auch Teil der sozialen Sicherheit. Sozialstaat und Engagement, Staat und Bürger, Sozialsystem und Mensch - das zusammen gibt Vertrauen, Sicherheit und Halt.
Freiwillig und unbezahlt für eine gute Sache einzutreten, setzt Begeisterung, Motivation und Gestaltungsfreude voraus - ganz unabhängig vom Alter. Ehrenamtlich engagierte Menschen wollen ihre Kenntnisse und Erfahrungen erweitern und weitergeben, wollen Verantwortung übernehmen und zusammen mit anderen ein Projekt vorantreiben. Leistungsbereitschaft, Eigeninitiative, Verantwortungsbereitschaft und Gemeinschaftssinn - das sind Tugenden und Werte, die unsere Gesellschaft fördern und unterstützen muss. Denn all dies vielfältige Engagement stärkt den Zusammenhalt in unserem Land. Sie alle wissen, dass es die größte Freude und der größte Lohn ist, wenn man den Erfolg seiner Bemühungen sieht. Das Wissen, etwas Gutes, etwas Wichtiges geleistet zu haben, Menschen zu helfen und sogar in Notlagen beizustehen - das ist die Hauptmotivation für freiwilliges Tun. Das kann man durch Geld nicht aufwiegen. Ehrenamtlich Tätige ziehen ihren Lohn aus der Aufgabe selbst und aus dem gemeinschaftlichen Engagement für andere. Vor diesem unentgeltlichen Bemühen ziehe ich den Hut. Ich bin zutiefst dankbar, dass es so viel Bürgersinn in unserem Land gibt. Ich bin überzeugt: Jeder muss an seinem Platz, nach seinen Kräften, Verantwortung übernehmen für sich und für das Gemeinwohl. Wir alle tragen Verantwortung für die Gestaltung unserer Gesellschaft."

Barbara Stamm

Präsidentin des Bayerischen Landtags

Aus der TV-Sendung "Tue Gutes und rede darüber" - das BürgerForum des Bayerischen Rundfunks, live aus Bad Tölz, 13.5.2009
"Wir müssen uns wirklich einmal insgesamt darüber Gedanken machen und entscheiden, wie wir die Rahmenbedingungen verbessern. Das fängt schon mit bürokratischen Regelungen an. Wir müssen einfach sagen, die ehrenamtliche Arbeit bedeutet uns nicht nur als Staat, sondern als Gesellschaft viel."

Auf der Jahreshauptversammlung der Rosenheimer Aktion für das Leben, 15.5.2009
"Angesichts der Finanzkrise zahle sich kurzfristiges Sparen nicht immer aus. Es lohne sich, in Vereine oder Ehrenamtlichkeit zu investieren."

Peer Steinbrück

Bundesfinanzminister
(2005-2009)

Aus der Broschüre "Zukunft gestalten - sozialen Zusammenhalt sichern", Hg. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, April 2009
"Wie es richtig bleibt, dass das Ehrenamt nicht der sozialpolitische Reparaturbetrieb des Staates ist, so bleibt richtig, dass Menschen ihren Mitmenschen wirksamer helfen können, als es der bestausgestattete Sozialstaat könnte. Denn der kann Menschlichkeit nicht ersetzen. Aber der Staat kann einiges dafür tun, um ehrenamtliches Engagement zu fördern, um es an manchen Stellen überhaupt erst möglich zu machen oder doch zumindest leichter zu machen. Menschen, die sich dafür entscheiden, etwas für andere zu tun, tun das aus eigenem Antrieb, nicht, weil es vom Staat honoriert würde. Aber wenn es uns gelingt, jenen, die noch zögern, den letzten Anstoß zu geben, selber aktiv zu werden, dann wäre das ein wichtiger Erfolg für uns alle. Sie werden merken: Wenn sie etwas für andere tun, tun sie auch etwas für sich selber. Und sie tun uns allen etwas Gutes."

als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

Zur Einführung der Landesversicherung für Ehrenamtliche in NRW, 12.11.2004
"Das Ehrenamt ist für immer mehr Menschen ein ganz selbstverständlicher Teil ihres Alltagslebens. In NRW setzen sich mehr als fünf Millionen Menschen freiwillig und unentgeltlich für andere und das Gemeinwohl ein. Sie leisten damit einen ganz wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Ich bin dafür sehr dankbar. Mir geht es darum, dieses Engagement ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit zu rücken und noch mehr Menschen dafür zu gewinnen, die solidarischen Kräfte in unserem Land zu stärken. Für eine menschliche und friedfertige Gesellschaft ist das ehrenamtliche Engagement unerlässlich. Es darf aber nicht zum unkalkulierbaren Risiko für den Einzelnen werden. Deshalb haben wir jetzt die letzten Versicherungslücken geschlossen."

Frank-Walter Steinmeier

Bundespräsident
 

Rede anlässlich eines Besuchs der Ludwig-Maximilians-Universität München, 26.4.2017
"Auch der Mut zum sozialen Engagement gehört seit langer Zeit zum Bürgersinn der Münchenerinnen und Münchener: vom Lichtermeer gegen den Fremdenhass vor 25 Jahren bis hin zum beispiellosen Engagement für die Aufnahme von Flüchtlingen seit dem Herbst 2015. Dieses Engagement, symbolisiert durch die Bilder vom Münchener Hauptbahnhof, haben – das kann ich Ihnen als ehemaliger Außenminister versichern – weltweit Beachtung gefunden und sie haben – bei allen, auch kontroversen politischen Diskussionen über die Flüchtlingspolitik – bewiesen, zu welchen Kraftanstrengungen dieses Land Bayern dank seiner engagierten Bürgerinnen und Bürger in der Lage ist!"

Christa Stewens

Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
(2001-2008)

Im Bundesrat,19.8.2008
"Ehrenamtlich Tätige spenden vielen Menschen Zeit und Zuwendung, geben der Jugend Orientierung und pflegen wichtige Traditionen. Gerade in Zeiten der Globalisierung und des demographischen Wandels brauchen wir mehr denn je eine Gesellschaft, in der jeder Einzelne sich aktiv in die Gemeinschaft einbringt. Auf diese Weise entstehen soziale Netze, die den Menschen Halt, Sicherheit und ein Gefühl von Geborgenheit geben."

Zur Vorstellung des Gutachtens zum Wert des Bürgerschaftlichen Engagements, 11.6.2008
"Bürgerschaftliches Engagement bedeutet Teilhabe und aktive Mitgestaltung des Lebens in den Kommunen. Es stärkt und bereichert das soziale Klima in unserer Gesellschaft. Nicht zuletzt ist ehrenamtliches, freiwilliges Engagement der beste Nährboden für gute Lebensqualität und das subjektive Wohlbefinden. Neben diesen sozialen Wirkungen ist auch der ökonomische Nutzen konkret bezifferbar: Jeder einzelne in Bürgerschaftliches Engagement investierte Euro stiftet einen Nutzen von etwa sieben Euro."
"Dass sich Menschen in hohem Maße für das Gemeinwohl einbringen, ist nicht selbstverständlich. Notwendig ist eine ausgewogene Balance zwischen dem Nutzen für andere und dem Nutzen für sich selbst. Staat und Kommunen sind gemeinsam gefordert, passgenaue Rahmenbedingungen zu setzen, um dieses Engagement noch sichtbarer zu machen und ungenutzte Potentiale auszuschöpfen."

Grußwort zum Start des Landesnetzwerks, 5.12.2003

Rede zum Bürgerschaftlichen Engagement, Rödental, 2003 (Auszug)
 

Dr. Hilmar Sturm

Institut für Verbandsforschung an der TU München

Auf der Fachtagung zum Thema "Ehrenamtliches Engagement im kulturellen Bereich" im Bayerischen Landtag, 26.10.2009
"Der größte Gegner des Ehrenamts ist heute das Internet. Jugendliche sitzen täglich bis zu drei Stunden vor dem Computer – Zeit, die für das Ehrenamt verloren ist. Vereine müssen versuchen, durch interessante Angebote die Jugendlichen zu begeistern. Vereine müssen sich eine Nische suchen, überlegen, was sie besonders macht. Wer alle ansprechen will, läuft Gefahr, am Ende niemand zu erreichen."

Dr. Ursula von der Leyen

Bundesministerin für Arbeit und Soziales
(2009-2013)

Gesellschaftliches Engagement stärken - Kabinett beschließt Nationale Engagementstrategie und "Aktionsplan CSR", Pressemitteilung des BMFSFJ, 6.10.2010
"Erfolgreiches Wirtschaften findet nicht im luftleeren Raum statt. In der vernetzten Welt des 21. Jahrhunderts können es sich Unternehmen nicht mehr leisten, auf rein kurzfristige Ziele zu setzen. Kunden und Investoren achten immer stärker auch auf soziale und ökologische Belange. Ich will, dass gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ein echter Standortfaktor für Deutschland wird. CSR können wir bundesweit noch deutlich stärker verankern, wenn Verbraucher und Investoren vergleichbare und zuverlässige Informationen darüber erhalten, welche Firmen tatsächlich nachhaltig wirtschaften. Nur so kännen sie verantwortliche Unternehmensführung auch beim Kauf honorieren. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen, die wenig in öffentlichkeitsarbeit investieren, ist es enorm wichtig, dass ihr Einsatz sichtbar wird. Deswegen hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, eine solche Übersicht für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Vorgesehen ist etwa ein breit angelegtes Internetportal, wo sich Verbraucher über ökologisches und soziales Engagement von Unternehmen oder Lieferketten von Produkten informieren können. Broschüren können Auskunft geben, wie zum Beispiel Nahrungsmittel umweltgerecht in die Regale kommen oder wie Firmen Arbeitsplätze altersgerecht gestalten."

Als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
(2005-2009)

Bundeskabinett, 15.7.2009
"23 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich heute schon freiwillig. Die Kraft des bürgerschaftlichen Engagements eröffnet riesige Chancen für die Zukunft unserer Gesellschaft. Wenn wir die Potenziale weiter erschließen wollen, müssen wir es den Menschen aber noch einfacher und attraktiver machen, für andere aktiv zu werden. Ich freue mich sehr, dass die Expertinnen und Experten des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation aus Bund, Ländern und Kommunen, Verbänden und Initiativen, Wirtschaft und Wissenschaft ganz konkrete Vorschläge dazu erarbeiten. Soviel gebündelter Sachverstand ist einmalig in der Geschichte des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland."

"Helfen macht Freude - Ehrenamtlicher Einsatz füreinander gibt der Gesellschaft ein menschliches Gesicht" (Beitrag aus Readers Digest, Februar 2007)