Anerkennung

Die Anerkennung und Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit ist das oberste Prinzip im unentgeltlichen Bürgerschaftlichen Engagement, das aber allzu häufig vergessen wird. Es reicht nicht aus, einmal im Jahr die Ehrenamtlichen zu einem Empfang mit ein paar schönen Worten einzuladen; ein kleines "Dankeschön" aus dem Mund einer hauptamtlichen oder Leitungs-Person (→Freiwilligenmanagement) nach jedem Einsatz von Ehrenamtlichen sollte selbstverständlich sein. Darüber hinaus gehören zum Katalog der Anerkennungsmaßnahmen zum Beispiel Dankesurkunden, Freikarten, die Erwähnung der Ehrenamtlichen bei offiziellen Anlässen, die Einladung zu Vernissagen u.a. Ereignissen, Jahresprämien oder Kleingeschenke, kostenlose →Fortbildungen, →Freistellung beim Arbeitgeber, die Einführung einer →Ehrenamtskarte bis hin zu sozialen und steuerlichen Vergünstigungen auf staatlicher Ebene wie der →Ehrenamtspauschale und der →Übungsleiterpauschale. Möglichkeiten, seinen Dank auszudrücken, finden sich z.B. →hier.

Über die Vergünstigungen aller Art hinaus gilt es, eine umfassende Anerkennungskultur für freiwillig Tätige zu schaffen, die ihren Einsatz auch innerhalb einer Einrichtung und gegenüber den hauptamtlich tätigen Mitarbeitern würdigt: Das betrifft zum Beispiel das Respektieren von Wünschen hinsichtlich Zeit und Inhalt einer Tätigkeit, klare Absprachen über →Beginn und Ende des Ehrenamts, die Offenheit für neue Ideen und Beiträge jenseits der bewährten Routine, sowie für Kritik (→Beschwerdemanagement), die Möglichkeit für einen Erfahrungs- und Ideenaustausch der Ehrenamtlichen untereinander, das Einbeziehen in Planungs- und Teamgespräche sowie das Übertragen von Verantwortung.

Nähere Ausführungen zum Theme Anerkennung / Anerkennungskultur finden Sie auch im Vortrag von Dr. Thomas Röbke: "→Anerkennungskultur - ein neues Ehrenamt braucht gute Rahmenbedingungen".

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