Dorferneuerung

Die traditionellen Grundlagen dörflichen Lebens sind zum Teil in eine schwere Krise geraten. Viele Bauern gaben ihre Höfe auf, weil sie nicht mehr rentabel waren, Dorfgasthäuser und Tante-Emma-Läden mussten schließen, weil eben die Freizeitangebote in der Stadt attraktiver sind und der Einkauf dort im großen Supermarkt erledigt wird. Um diesem Trend entgegenzuwirken und neue Grundlagen dörflichen Zusammenlebens zu entwickeln, hat die Bayerische Staatsregierung ein umfassendes Programm zur ländlichen Entwicklung in Bayern aufgelegt (nähere Informationen unter www.landentwicklung.bayern.de).

Im Mittelpunkt jeder Dorferneuerung steht eine umfassende Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger. Die Bürger sind die Experten, sie wissen am besten über die Stärken und Schwächen des Dorflebens Bescheid. Von Anfang an werden die Bürger in die Planungen und Entscheidungen zur Gestaltung ihres heimatlichen Lebensraumes einbezogen. Die Schwerpunktaufgaben der Flurneuordnung und/oder Dorferneuerung werden bereits vor der formellen Einleitung eines Verfahrens konkretisiert. Dazu werden Bürger-Arbeitskreise gebildet, die sich gezielt mit Fragen der dörflichen und gemeindlichen Entwicklung auseinandersetzen. An den drei Schulen der Dorf- und Landentwicklung können sich die Bürger für die Aufgaben der Flurneuordnung und Dorferneuerung vorbereiten. Die Schulen der Dorf- und Landentwicklung führen die unterschiedlichen Aktionsträger aus Politik und Bürgerschaft zusammen und vernetzen alle Betroffenen und ihre Interessen.

 

zurück zur Übersicht