E-Government / E-Democracy

Die aktive Gestaltung des Gemeinwesens durch Bürgerinnen und Bürger verlangt nach gesicherten und umfassenden Informationen, um sich fundierte Meinungen bilden zu können. Dazu ist auch ein gewandeltes Selbstverständnis der Behörden notwendig: Weg von den Behörden, die Informationen für eigene Anliegen verwerten, hin zu proaktiv kommunizierenden Körperschaften.

Ein wichtiges Medium hierfür stellt zunehmend die Elektronische Datenverarbeitung und Informationstechnologie zur Verfügung. E-Government bezeichnet dabei die Gesamtheit von Formen und Möglichkeiten, das o.g. neue Verhältnis von Verwaltung/Politik und Bürgern mit Hilfe elektronischer Medien transparent zu gestalten. Das geht von der elektronischen Bereitstellung von Formularen bis zur unkomplizierten Abrufbarkeit wichtiger politischer Entschlüsse oder Protokolle. Die Bertelsmann Stiftung hat einen 10-Punkte-Plan für gutes E-Government zusammengestellt: Transparenz herstellen, Beteiligung ermöglichen, Nutzer einbinden gelten ihr als wichtige Kriterien. Gerade durch den Aspekt der Partizipation wird E-Government von einer einseitigen Bereitstellung von Information zu einem Austausch zwischen Verwaltung, politischen Akteuren und Bürgern. Diese Beteiligungs- und Kommunikationsformen werden unter dem Begriff E-Democracy zusammengefasst. Während es mittlerweile eine Fülle praktisch erprobter E-Government-Systeme gibt, steckt nach Ansicht von Experten E-Democracy noch in den Kinderschuhen. Ein erster Schritt zu rechtsverbindlichen Interaktionen wurde in Schottland mit der sog. "E-Petition" unternommen. Damit wurden erstmals Petitionen ins Netz gestellt und für ihre Unterstützung offiziell geworben. Weitere Informationen unter www.politik-digital.de und auf den Webseiten desProjekte zu E-Government / E-Democracy der Bertelsmann Stiftung.

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