Regionalgeld

Regionalgeld bezeichnet eine Alternativ-Währung, die zusätzlich zum gesetzlichen Zahlungsmittel zwischen Verbrauchern, Anbietern, Vereinen und Kommunen vereinbart wird. Diese Währung wird innerhalb einer bestimmten Region als Zahlungs-, Investitions- sowie Schenkungsmittel eingesetzt. Ziel ist die Unterstützung und Stärkung der regionalen Wirtschaft, indem Anreize für Konsumenten gesetzt werden, Hersteller, Händler und Dienstleister vor Ort zu bevorzugen. Neben wirtschaftlichen Aspekten unterstützt die Idee des Regionalgelds auch kommunikative und soziale Prozesse durch die Förderung der Selbstorganisationsprozesse und der Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. Außerdem möchte sie einen Beitrag zur regionalen Identität leisten und beim Aufbau neuer Netzwerke, Kontakte und Handelsbeziehungen helfen.

In Deutschland bemühen sich in mehr als 67 Regionen (Stand Mai 2010) Regionalgeld-Initiativen darum, „Globalisierung durch Regionalisierung“ zu ergänzen. Die Währungen tragen Namen wie „Chiemgauer“, „Urstromtaler“, „Rheingold“, „Frei-Taler“, „Allgäu-Taler“ etc., die den engen Bezug zu ihrer Einsatzregion zum Ausdruck bringen. Regionalgeld ist gültig bei allen Teilnehmern eines Regionalgeld-Netzwerks. Die Währung kann in Wechselstellen 1:1 gegen Euro getauscht werden. Gemeinnützige Institution in der Region können z.B. einen bestimmtem Prozentsatz der Tauschsumme als Spende erhalten. Meist sorgt eine per Umlaufgebühr gesicherte zeitlich begrenzte Gültigkeit dafür, dass das Regionalgeld in Umlauf bleibt. So ist das Regionalgeld z.B. bis Ende des aufgedruckten Monats gültig, nach Ablauf der Gültigkeit muss es in den Wechselstellen gegen neue Scheine eingetauscht werden. Dafür wird eine festgelegte Gebühr einbehalten. Der Rücktausch in Euro ist jederzeit möglich, auch dabei fällt eine Gebühr in Höhe eines festgelegten Prozentsatzes an.

Unter www.regionalgeldportal.de sind Adressen von Regionen in Deutschland aufgeführt, in denen eine regionale Währung im Umlauf ist.

zurück zur Übersicht