Freiwilligensurvey

Der Freiwilligensurvey ist eine Untersuchung zum Ehrenamt, zur Freiwilligenarbeit und zum bürgerschaftlichen Engagement, die in fünfjährigem Abstand deutschlandweit durchgeführt wird. Erstmalig wurde er 1999 erhoben, 2016 wird die Veröffentlichung der Ergebnisse der vierten Befragung 2014 erwartet.
Für den aktuellen Freiwilligensurvey 2009 waren rund 20.000 Menschen in ganz Deutschland befragt worden, so viele wie nie zuvor.
Insgesamt waren 2009 demnach rund 71% der Gesellschaft in Vereinen, Organisationen und anderen Gruppen und Einrichtungen teilnehmend aktiv, 36% der Bevölkerung sind selbst engagiert.
Die meisten Menschen setzen sich dabei im Bereich Sport und Bewegung ein (10,1%), jeweils zwischen fünf und sieben Prozent der Menschen engagieren sich in Schule und Kindergarten, für die Religion, im sozialen Bereich oder für Kultur und Musik.
Weitere wichtige Engagementbereiche sind Freizeit und Geselligkeit (4,6%), Feuerwehr und Rettungsdienste (3,1%), Umwelt- und Tierschutz (2,8%), Politik (2,7) sowie Jugendarbeit und Bildung (2,6%).
Ähnliche Ergebnisse liefert auch der Bayerische Freiwilligensurvey. Während die Engagementquote insgesamt genau dem bundesdeutschen Durchschnitt entspricht, verteilen sich die Engagementbereiche in Bayern wie in der folgenden Grafik aus dem Freiwilligensurvey Bayern 2009 dargestellt.

Engagementbereiche Bayern

Fast zwei Drittel der Engagierten sind mehrfach pro Monat aktiv, viele davon mindestens einmal die Woche, rund 20% sogar mehrmals die Woche bzw. täglich.
Weit mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland, die heute nicht engagiert sind (37% der Befragten insgesamt), geben außerdem an, sich unter bestimmten Voraussetzungen aktiv einbringen zu wollen. Dabei spielen die angebotenen Engagementmöglichkeiten wie auch die Motive der Menschen eine große Rolle.
Dabei sind die Wünsche, die die Ehrenamtlichen in Bayern mit ihrer Tätigkeit und ihrer Einsatzstelle verknüpfen vielfältig: Von einer besseren finanziellen Ausstattung der Projekte durch Trägerorganisationen über eine bessere Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Kräften bis hin zu mehr Anerkennung für das Ehrenamt in der Öffentlichkeit oder eine stärkere Förderung des Engagements durch den Staat.
Ebenso verschieden wie ihre Wünsche sind auch ihre Motive und Erwartungen: Neben dem Spaß an der Tätigkeit können dabei zum Beispiel der Kontakt zu anderen Menschen, das Erweitern und Einbringen eigener Kompetenzen oder die Hilfe für andere Menschen eine große Rolle spielen.
Weiterhin hängen das Engagement und die Engagementbereitschaft der Menschen zum Beispiel von Alter und Geschlecht, Herkunft und Bildungsstand ab.
Weitere Informationen dazu bzw. die Auswertung des Freiwilligensurvey 2009 können online abgerufen werden:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Hauptbericht des Freiwilligensurveys 2009. (pdf, 3,7 MB)

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen): Freiwilligensurvey Bayern 2009. Ergebnisse und Trends. (pdf, 2,8 MB) 

Weitere Untersuchungsergebnisse zum Bürgerschaftlichen Engagement in Deutschland und Bayern werden im Bereich "Zahlen und Fakten" vorgestellt.

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